Das Leben eines nicht-spirituellen Menschens wird von seinem Ego linear angelegt, Krisen werden als lästig empfunden, Gefühle werden möglichst auf kleiner Flamme gekocht, und die menschlichen Aufgaben, die als Sprungbrett in eine spirituelle Dimension dienen können, werden verabscheut.
Parallel wird die eigene Negativität aufgebläht – und führt zur Abscheu gegenüber Menschen, Tieren und Situationen. Das kalte Herz regiert – und ruft nach Rache und Krieg.
Ein Mensch, der sich für die Kommunikation mit dem Göttlichen öffnet, gleicht einem Baum im Frühling. Der Winter war der Große menschliche Schlaf, obwohl die Lebenskräfte niemals versiegten. Langsam bereitet sich das Innere auf den Frühling vor, streckt geschützt die Knospen dem Sonnenlicht entgegen. Für den Baum ist es einfach zu erwachen, doch wir Menschen sind vor vielen Jahrhunderten in unserer natürlichen Entwicklung gestört worden – von den Mächtigen dieser Erde, von dem Klerus und vom Adel.